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Aktuell

Neuerungen im Wohnungseigentumsgesetz

Das wurde auch mal Zeit, mag man denken. Nach knapp 70 Jahren wurde nun das Wohnungseigentumsgesetz (WEG) modernisiert, das am 1. Dezember in Kraft getreten ist. Seit 1951 regelt es nahezu unverändert Rechte und Pflichten der Besitzer einer Eigentumswohnung in einem Mehrfamilienhaus – sowohl untereinander, als auch im Verhältnis zu dem von ihnen bestellten Hausverwalter.

Jetzt soll die Verwaltung der Wohnungseigentümergemeinschaften einfacher und effektiver werden; Umbauten und Modernisierungen hinsichtlich energetischer Standards und Barrierefreiheit sollen einfacher zu realisieren sein. In der Praxis heißt das: Ein einziger Eigentümer kann künftig bauliche Veränderungen nicht mehr blockieren. Denn das neue WEG regelt, was dem einzelnen Wohnungseigentüme und was der Wohnungsgemeinschaft gehört. Zudem enthält das Gesetz Vorschriften rund um die jährlich erforderliche Eigentümerversammlung und die dort zu treffenden Beschlüsse. Was die Modernisierung des Gesetzes für die Besitzer von rund zehn Millionen Eigentumswohnungen in Deutschland u.a. mit sich bringt, erläutern wir hier.

Sanierung/Modernisierung
Für Entscheidungen in der Eigentümerversammlung ist grundsätzlich nur noch eine einfache Mehrheit erforderlich. Eigentümer haben sogar ein Anrecht auf bestimmte bauliche Veränderungen: wenn sie den Bedürfnissen von Menschen mit Behinderungen entgegenkommen, wenn sie dem Ausbau der E-Mobilität dienen, den Einbruchsschutz verbessern oder den Anschluss an ein Telekommunikationsnetz mit sehr hoher Kapazität ermöglichen.

Verwalter/Verwaltungsbeirat
Der Verwalter bekommt mehr Rechte, wird aber stärker kontrolliert. So wird die Eigentümergemeinschaft gerichtlich und außergerichtlich vom Verwalter vertreten, beim Grundstückskauf- oder Darlehensvertrag aber nur nach entsprechendem Beschluss. Jeder Eigentümer hat Anspruch auf einen IHK-geprüften Verwalter, der jederzeit abberufen werden kann. Zudem unterstützt der Verwaltungsbeirat künftig nicht nur den Verwalter, sondern soll ihn auch überwachen dürfen.

Kostenübernahme
Die Kosten einer baulichen Veränderung, die einem Wohnungseigentümer gestattet wurde, hat dieser allein zu tragen. Grundsätzlich sind die Kosten von den Eigentümern, die den Maßnahmen zugestimmt haben, nach dem Verhältnis ihrer Anteile zu tragen. Alle zahlen, wenn es auf der Eigentümerversammlung eine Mehrheit von mehr als zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen und die Hälfte aller Miteigentumsanteile gab oder sich die Maßnahmen binnen zehn Jahren amortisieren.

Sondereigentum
Anders als bisher kann Sondereigentum, das ausschließlich dem einzelnen Wohnungseigentümer gehört, sich auch auf außerhalb des Gebäudes liegende Teile des Grundstücks (Terrasse, Garten oder Pkw-Stellplätze) erstrecken. Alle Arten von Stellplätzen in Garagen oder auf dem Hof können zu Sondereigentum erklärt werden: Terrassen und Gartenanteile können ebenfalls ins Sondereigentum übergehen.

 

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