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Aktuell

Neuerungen in der Landesbauordnung

Die Neuerungen der Landesbauordnung sind nicht nur für Bauträger wichtig. Wir bieten Ihnen einen kleinen Überblick über die Neuerungen: Ein Beispiel: Um die „Nachverdichtung“ vor allem in Ballungsräumen zu erleichtern, sind künftig geringere Abstände zwischen Wohngebäuden erlaubt.

 

Weitere Neuheiten: MEHR BARRIERE-FREIHEIT Es wurden Standards für Barrierefreiheit definiert. Deren Einhaltung ist bei der Errichtung von Ein- und Zweifamilienhäusern eine Empfehlung, bei der Planung größerer Gebäude sind diese Standards allerdings zwingend einzuhalten. OHNE BAUGENEHMIGUNG Es geht auch „ohne“: Kleinere Objekte wie Garagen, Wintergärten oder Gartenhäuser können künftig genehmigungsfrei errichtet werden.WENIGER BÜROKRATIE Es soll schneller gehen mit der Erteilung von Baugenehmigungen. Die Bauaufsichtsbehörden sollen eingereichte Unterlagen innerhalb von zwei Wochen auf Vollständigkeit prüfen. Bauanträge dürfen auch in digitaler Form eingereicht werden. HOLZHÄUSER Holzhäuser dürfen in Zukunft bis zu einer Höhe von 13 Metern errichtet werden.STELLPLÄTZE Der Nachweis über eine pauschale Anzahl von Stellplätzen muss nicht mehr erfolgen. Aber: Jede Kommune kann hier eigene Vorgaben machen. Das betrifft auch die Regelung von Stellplätzen für Elektro-Pkw.

 

Im Interview äußert sich Dirk Salewski, Geschäftsführer der beta Eigenheim und Vorstand des BFW Bundesverbandes und des BFW-Landesverbandes NRW zu den Neuerungen:

In nur wenigen Monaten wurden mehrere wichtige Gesetze im Baurecht geändert. Welche spürbaren Auswirkungen hat das für Ihre Kunden?
Von besonderer Relevanz sind die im Landesrecht geänderten Regelungen in der Sonderbau-verordnung und in der Landesbauordnung. Änderungen bei Stellplatzbreiten, Auflagen im Bereich Barrierefreiheit und rollstuhlgerechte Wohnungen fordern ein Umdenken bei der Planung von Projekten.Wir haben uns bei beta Eigenheim auf diese Themen bereits im Vorfeld vorbereitet und können damit umgehen. Entsprechend vermitteln wir diese Informationen auch unseren Kunden, informieren über Übergangsregelungen und darüber, worauf künftig bei der Projektplanung geachtet werden muss.

Konkret gefragt: Welche Veränderungen gibt es bei der barrierefreien Erreichbarkeit der Wohnungen?
Bisher mussten in Gebäuden mit mehr als zwei Wohnungen die Wohnungen nur eines Geschosses barrierefrei erreichbar sein. Außerdem mussten in diesen Wohnungen die wichtigsten Räume mit dem Rollstuhl zugänglich sein. Zukünftig müssen alle Wohnungen in Gebäuden der Gebäudeklassen 3-5 barrierefrei sein. Laut Definition sind das Gebäude bis zu einer Höhe von 7 m, Gebäude mit einer Höhe bis zu 13 m und Nutzungseinheiten von insgesamt nicht mehr als 400 m2 sowie sonstige Gebäude einschließlich unterirdischer Gebäude. Alle diese neuen Gebäude müssen barrierefrei erreichbare Abstellflächen für Kinderwagen und Mobilitätshilfen haben.

Verändert hat sich auch die Bewertung von Aufzügen. Wie wirkt sich das aus?
Bisher mussten in Gebäuden mit mehr als fünf oberirdischen Geschossen - der O-Ton des Gesetzgebers - „Aufzüge in ausreichender Zahl“ vorhanden sein. Ein Aufzug musste auch geeignet sein für Kinderwagen, Rollstühle, Krankentragen und Lasten sein.
Zukünftig gilt: Bereits in Gebäuden mit mehr als drei oberirdischen Geschossen müssen Aufzüge in ausreichender Zahl vorhanden sein. Nach wie vor ist vorgeschrieben, dass bei Gebäuden ab fünf Geschossen ein Aufzug auch für Rollstühle, Krankentragen und Lasten geeignet sein muss. Dieser Aufzug muss jedoch nun von der öffentlichen Verkehrsfläche und von allen Wohnungen im Gebäude aus barrierefrei erreichbar sein.

 

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